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Fassade streichen: Eine Aufgabe, die viele abschreckt

28.06.2022 - Tipps und Tricks

Fassade streichen: Eine Aufgabe, die viele abschreckt?

Viele Hausbesitzer schieben die Aufgabe, ihre Fassade zu streichen, gern auf die lange Bank. Wer es nicht selbst machen möchte, muss ohnehin lange auf verfügbare Handwerker warten. Und wenn Sie Ihre Fassade selbst streichen möchten, dann gibt es unheimlich viele Dinge zu beachten. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie bereiten Sie sich richtig vor? Gibt es vielleicht auch die Möglichkeit, die Fassade gar nicht zu streichen?

Wie oft müssen Sie Ihre Fassade streichen?

Auf diese Frage hören Sie oft unterschiedliche Antworten. Wie oft Sie die Fassade streichen müssen, hängt nicht nur vom jeweiligen Untergrund ab, sondern auch von den klimatischen Verhältnissen. Extreme Temperaturwechsel, hohe Sonneneinstrahlung, aber auch Wind und Wetter wirken unterschiedlich auf die Fassade ein. Grundsätzlich sind alle 10 bis 30 Jahre neue Fassadenanstriche notwendig.

Um möglichst lange etwas von einem Anstrich zu haben, sollten Sie der Farbe Algizide oder Fungizide beimischen. Wenn Sie auf diese Weise Schimmelbildung verhindern, brauchen Sie erst nach 20 oder 30 Jahren die Fassade neu zu streichen. Je länger Sie den Fassadenanstrich hinauszögern, desto mehr müssen Sie damit rechnen, auch Ausbesserungen oder Reparaturen am Putz vorzunehmen. Bei Holzfassaden müssen Sie zusätzlich zum Streichen noch die alte Farbe vorher abschleifen. Die Streichintervalle bei Holzfassaden können deutlich kürzer sein.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Fassade-Streichen?

Wenn es das Wetter nicht geben würde, wäre alles einfacher. Am besten ist es, wenn Sie Ihre Fassade streichen, nachdem es ein paar Tage trocken geblieben, es nicht superheiß und der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht nicht zu groß ist. Eine trockene Fassade nimmt die Farbe deutlich besser an. Diese trocknet nach dem Streichen der Fassade deutlich kontrollierter aus, wenn es nicht zu heiß ist. So werden Risse und Streifen vermieden.

Leider ist es auch in unseren gemäßigten Breitengraden nicht immer ganz einfach, solche Idealbedingungen mit Bewölkung und Temperaturen zwischen 10 und 25 °C vorzufinden. Am geeignetsten ist in der Regel der Frühsommer. Wenn Sie einen Malerbetrieb zum Fassade-Streichen engagieren möchten, dann müssen Sie damit rechnen, dass viele andere Kunden dieselbe Idee haben wie Sie. Wenn Sie das Fassade-Streichen allerdings selbst in Angriff nehmen wollen, hilft ein ausführliches Studium der Langzeitwettervorhersage.

 

Die einzelnen Schritte beim Streichen der Fassade

Wenn Sie Ihre Fassade neu streichen wollen, dann gehen Sie üblicherweise in fünf Schritten vor:

  1. Analyse der Fassade
  2. Farbauswahl
  3. Arbeitsvorbereitung
  4. Fassadenvorbereitung
  5. Streichen der Fassade

1.Analyse der Fassade: Warum wollen Sie die Fassade neu streichen?

Bei der Analyse überprüfen Sie den Zustand Ihrer Fassade. Liegen rein kosmetische Gründe vor, sind die Farben ausgeblichen und dreckig? Oder liegen zusätzlich Schäden am Untergrund und Putz vor, die repariert oder saniert werden müssen?

 

2. Mit diesen Farben können Sie Fassaden neu streichen

Vor der Festlegung des gewünschten Farbtons sollten Sie absichern, dass die Farbe mit den örtlichen Vorschriften der Gemeinde oder des Landes übereinstimmt. Beim Typ der Farbe haben Sie mehrere Optionen:

  • Silikatfarben verbinden sich durch Verkieselung mit dem mineralischen Untergrund. Sie sind atmungsaktiv und eigen sich für poröse Untergründe.
  • Polymerisatharz-Farben sind wasserfrei und setzen auf Kunstharze als Bindemittel. Sie können auch bei Kälte verwendet werden, sind jedoch wegen der organischen Lösemittel für Dämmputze mit PS-Anteil ungeeignet.
  • Dispersionsfarben sind die gängigsten Fassadenfarben. Da die Bestandteile nicht im Wasser gelöst, sondern nur fein verteilt (dispergiert) sind, muss vor dem Streichen der Fassade stets kräftig gerührt werden.
  • Andere Farben wie Kalkfarben werden heute seltener verwendet. Kaseinfarben sind eine ökologische Nische. Lotusfarben bieten einen besonderen Abperleffekt.

 

3. Werkzeug und Materialien zum Streichen der Fassade

Egal, ob Sie mit Quast oder Roller arbeiten, sorgen Sie für qualitativ hochwertiges Material, welches keine Borsten verliert oder verklumpt. Halten Sie einen Flachpinsel für die Ränder und kleinere Bereiche parat. Nicht zu unterschätzen ist der Gerüstbau, der einen erheblichen Kostentreiber darstellen kann. Aber Sicherheit sollte vorgehen. Die Fassade mit einer wackligen Stehleiter zu streichen, ist nicht immer gutgegangen.

 

4. Die Fassadenvorbereitung

Je nachdem, was Ihre Analyse ergeben hat, müssen Sie vor dem Streichen der Fassade folgende Dinge tun:

  • Reinigen: Das geht in der Regel mit dem Gartenschlauch, bei hartnäckigem Schmutz mit dem Hochdruckreiniger. Achten Sie darauf, dass Sie den Putz dabei nicht schädigen.
  • Alte Farbe, die abblättert, muss großzügig abgeschliffen werden.
  • Bei Absanden oder Abrieseln muss der Untergrund mit Fassadengrund behandelt werden.
  • Kleinere Risse und Löcher sollten mit Reparaturspachtelmasse verspachtelt werden.
  • Wenn Sie beim Klopftest feststellen, dass der Putz nicht mehr haftet (klingt hohl), dann steht vor dem Streichen der Fassade zunächst eine Neuverputzung an.

 

5. Endlich kommt das Streichen der Fassade

Beachten Sie neben dem Abpassen des richtigen Wetters, dass Sie zusammenhängende Flächen der Fassade in einem durchgehenden Arbeitsgang streichen (nass in nass). So vermeiden Sie Streifenbildung. Wenn der Erstanstrich trocken ist – und wirklich erst dann – kommt der Zweitanstrich.

 

Eine neue Fassade auch ohne zu streichen?

Wenn Sie sich gleich für eine Kunststoff-Fassade entscheiden, dann können Sie auf das Streichen der Fassade verzichten. Vorgehängte Fassaden aus Kunststoffplatten oder Paneelen sind in unzähligen Designs erhältlich. Ihr Material macht sie extrem witterungsbeständig und haltbar, sodass Sie sich das spätere Streichen der Fassade sparen können. Schauen Sie bei Fassaden-kaufen.de nach den vielfältigen Möglichkeiten.