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Fassadenverkleidung mit Holz oder Kunststoff – was ist die bessere Wahl?

14.07.2022 - Tipps und Tricks

Fassadenverkleidung mit Holz oder Kunststoff – was ist die bessere Wahl?

Eine Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff hat auf die Fassade Ihres Hauses nicht nur einen gestalterischen Effekt. Mit einer vorgehängten Fassade schaffen Sie zusätzliche eine schützende Außenhülle, die als Wärmedämmung oder Hitzeschutz im Sommer dienen kann und gleichzeitig auch die Gebäudesubstanz vor Witterungseinflüssen schützt. Beliebt sind dabei Verkleidungen aus Holz oder Kunststoff. Doch was ist die bessere Wahl?

Welches Material wird für eine Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff verwendet?

Bei der Herstellung von Fassadenplatten aus Kunststoff werden unterschiedliche Werkstoffe verwendet:

  • Polycarbonat
  • Polyester
  • PVC
  • Acrylglas
  • ETFE-Folien (Ethylen-Tetrafluorethylen-Copolymer)
  • Biokunststoff WPC (Wood Plastic Composite)

 

Für eine Holzverkleidung werden bevorzugt

  • Fichte,
  • Douglasie,
  • Kiefer,
  • sibirische Lärche oder
  • Tanne verarbeitet.

 

Generell sind Verkleidungen aus Holz ökologisch besser und nachhaltiger als Kunststofffassaden. Doch bei der Entscheidung, ob Holz oder Kunststoff, spielt auch der Preis eine entscheidende Rolle.

 

 

Was ist die günstigere Alternative? Eine Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff?

Üblicherweise werden für Kunststofffassaden Paneelen verarbeitet. Durch die industrielle Fertigung sind unzählige Formen möglich. Außerdem können Befestigungs- und Verbindungselemente wie Nut, Feder oder Steckösen bereits direkt an den Paneelen angebracht werden. So sinken die Kosten für das zusätzliche Montagematerial. Wegen des geringen Eigengewichts ist bei einer Fassadenverkleidung aus Kunststoff, anders als bei Holz, keine aufwändige Unterkonstruktion erforderlich. Aus diesem Grund sind Fassadenverkleidungen aus Kunststoff günstiger als alle anderen Werkstoffe. Einfache Kunststoffpaneele sind schon für einen Quadratmeterpreis von 20,00 Euro im Handel erhältlich. Hochwertige Produkte, die in der Regel faserverstärkt sind und als HPL-Paneelen bekannt sind, sind ab 60,00 Euro/ m² verfügbar.

Bei Holzfassaden sind unbehandeltes Fichten- oder Lärchenholz am günstigsten. Der Preis beginnt bei 10,00 Euro/ m². Hinzu kommen bei einer Fassadenverkleidung aus Holz, anders als bei Kunststoff, Kosten für das Montagematerial, die Dämmstoffe, die Unterkonstruktion und die Wetterschutzfarbe für das Holz.

 

Was ist beständiger: Holz oder Kunststoff ?

Die Dauerhaftigkeit und damit Haltbarkeit einer Fassadenverkleidung wird durch drei wesentliche Punkte bestimmt:

  1. Wie reagiert das Material auf Temperaturschwankungen?
  2. Wie farbecht sind die Materialien, ohne dass sie verblassen oder ihren Farbton verändern?
  3. Inwieweit ist die Verkleidung witterungsbeständig?

Bezüglich der genannten Fragen schneidet eine Kunststofffassade deutlich besser ab. Denn diese ist:

  • farbecht
  • stabil bei thermischen Einflüssen
  • witterungsbeständig (unempfindlich gegen Nässe), bis zu 30 Jahre haltbar
  • Unempfindlich gegen Schimmel und Schädlingsbefall
  • Schwer entflammbar
  • In vielen Farben erhältlich

 

Anders sieht die Sache bei einer Holzfassade aus

  • Nicht vor Feuer sicher
  • Holz verwittert und graut nach. Dagegen hilft nur eine regelmäßige Lasur.
  • Das Material dehnt sich bei Wärme aus und schrumpft bei Kälte. Außerdem kann es aufquellen.
  • Heimische Hölzer sind nicht automatisch vor Schimmel und Schädlingsbefall geschützt.
  • Die Farbauswahl ist geringer.
  • Je nach Holzart zwischen 10 bis 30 Jahre haltbar.

 

Jedoch ist die Wärme- und Schalldämmung von Holz besser als die bei Kunststoff.

 

Lässt sich eine Fassadenverkleidung aus Holz oder aus Kunststoff leichter montieren?

Möchten Sie die Hausverkleidung selbst anbringen, dann sollten Sie ein Fassadenmaterial wählen, das leicht zu montieren ist. Dabei gilt: Beides, egal ob eine Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff, lässt sich einfach verarbeiten und montieren. Jedoch ist bei einer Holzfassade eine ordentliche Hintergrundbelüftung unverzichtbar. Andernfalls trocknet das Holz nach Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht wieder richtig ab. Dadurch bleibt die Holzfassade dauerhaft feucht, was wiederum die Bildung von Schimmel begünstigt.

Doch auch Kunststofffassaden benötigen eine belüftete Unterkonstruktion. In der Regel handelt es sich dabei um vertikale Latten aus behandeltem Holz. Der Hohlraum zwischen Hauswand und Verkleidung sollte wenigstens 20 mm betragen. Zudem müssen an der Ober- und Unterseite perforierte Profile für die Belüftung angebracht werden. Und bei beiden Baustoffen sollte zusätzlich eine Dämmschicht angebracht werden.

 

Ist eine nachträgliche Fassadenverkleidung genehmigungspflichtig?

Grundsätzlich gehört die nachträgliche Anbringung einer Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff nach aktuellem Stand in allen Bundesländern zu den sogenannten “verfahrensfreien” oder “baugenehmigungsfreien” Bauvorhaben. Ausgenommen davon sind allerdings Außenwände bei Hochhäusern.

 

Jedoch müssen auch bei der nachträglichen Anbringung einer Holz- oder Kunststofffassade einige Punkte beachtet werden. So ist in der Regel ein Überbau der Grundstücksgrenze nicht erlaubt. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Niedersachsen. In diesen Ländern muss der Nachbar die Überbauung seines Grundstückes dulden. Allerdings sind daran oft weitere Bedingungen geknüpft:

  • Die Verkleidung darf die Benutzung des Nachbargrundstücks nicht oder nur geringfügig beeinträchtigen.
  • Der Maximalwert der Grenzüberbauung liegt bei 0,20 bis 0,25 m oder dem durch das GEG vorgeschriebenen Wert.
  • Zudem sind alle weiteren geltenden Bauvorschriften einzuhalten.
  • Die Fassadenverkleidung samt Dämmung darf nur angebracht werden, wenn eine Innendämmung zu aufwändig und damit unzumutbar wäre.
  • Dem Nachbar steht für die Nutzung seines Grundstücks eine finanzielle Entschädigung zu.

 

Nicht alle diese Einschränkungen gelten auch in jedem der genannten Bundesländer. Es empfiehlt sich daher, im jeweiligen Nachbarrecht nachzuschlagen. Außerdem kann es eine große Erleichterung sein, den Nachbarn frühzeitig in die Planung mit einzubeziehen und getroffene Absprachen schriftlich festzuhalten sowie ins Grundbuch eintragen zu lassen.

 

Was ist besser, eine Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff?

Welche Fassadenverkleidung Sie für Ihr Haus wählen, hängt ganz von Ihren persönlichen Wünschen, Ihren Vorstellungen von Ästhetik und Optik, Ihren Anforderungen an die Haltbarkeit und Pflegeaufwand sowie Ihrem Budget ab. Möchten Sie eine Hausverkleidung, die lange hält, wenig pflegeintensiv und in einer großen Farbauswahl verfügbar ist, dann sollten Sie zu einer Kunststofffassade greifen. Zudem lassen sich hochwertige Produkte kaum noch von einer echten Holzfassade unterscheiden.

Allerdings sollten Sie bei der Überlegung, ob eine Fassadenverkleidung aus Holz oder Kunststoff besser ist, auch die allgemeinen Materialeigenschaften und die regionalen Begebenheiten bei Ihnen vor Ort nicht außer Acht lassen. So zählen zu den wichtigsten Fragen bei der Entscheidungsfindung beispielsweise, ob Ihr Haus in der Nähe eines Gewässers liegt oder es gar salzhaltiger Luft ausgesetzt ist? In diesem Fall erhöht sich, speziell bei einer Holzfassade, der Pflegeaufwand. Dies wiederum ist mit erhöhten Folgekosten verbunden. Das Gleiche gilt auch, wenn Ihre Hausfassade einer ständigen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

 

Hinzu kommt: Das Baurecht kann Ihre Entscheidungsfindung zusätzlich einschränken. Nicht immer sind alle Verkleidungen in einer Gemeinde zulässig. Ob Sie nun nur eine Fassadenverkleidung aus Holz oder nur aus Kunststoff anbringen dürfen, das verrät Ihnen der Bebauungsplan Ihrer Gemeinde.